Schreiballtag für Südafrika Krimi Teil 1– über Gangs und Wassernöte

Der Schreiballtag für Südafrika ist ganz anders

Während ich mich in »Madeiragrab« mit Rallys, Gemälden und Golf beschäftigt habe, sind die Themen für meinen neuen Südafrikakrimi ganz anders.

Quelle: Pixabay

Ernste Themen machen den Schreiballtag düsterer

Liegt es an der derzeitigen politischen Lage und der sich fast täglich verschärfenden Wasserknappheit in Südafrika? Auf jeden Fall ist dieser Krimi düsterer als seine Vorgänger. Dazu passt es auch, dass er in den grauen Wintermonaten von Hamburg entstanden ist, auch wenn er Hitze und Trockenheit zum Thema hat.

Gangalltag in den Townships

Von Südafrika schreiben heißt, sich auch mit der Problematik in den Townships auseinanderzusetzen. Viele Touristen, die jährlich ans Kap der Guten Hoffnung reisen, sehen die schönen Seiten von Kapstadt mit seiner Waterfront. Sie streifen durch die Winelands und schauen sich die putzigen Pinguine in Simon`s Town an. Alles Dinge, die ich auch getan und genossen habe.

Aber in einem Krimi ist nicht alles rosarot

 

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Nach Mord verreist – Lesung im Kulturhaus Eppendorf

Schreibtischtäterinnen unterwegs

Lesung am 28. Juni 2018 im Kulturhaus Eppendorf, Hamburg

Sommer, Sonne, wohliges ‘dolce far niente’? Weit gefehlt, die Mörderischen Schwestern
Joyce Summer, Inga Lerch und Dagmar Hecht zeigen, dass man sich auch in den wertvollsten Wochen des Jahres seines Lebens nicht zu sicher sein sollte. Ob im Strandkorb auf Sylt, bei einem Galao an der madeirensischen Steilküste oder im Hochland von Sri Lanka – das Böse ist immer und überall.

Die Mörderischen Schwestern sind ein Netzwerk von 500 Autorinnen, deren Ziel die Förderung der von Frauen geschriebenen deutschsprachigen Kriminalliteratur ist.

Wann? Fr., 28. Juni 2018, 20 Uhr

Wo? Kulturhaus Eppendorf, Julius-Reincke-Stieg 13a

Kleines Schreibwochenbuch KW48 – 49 Südafrika

Moin zusammen,

es ist mal wieder soweit. Ich sitze an meinem vierten Krimi, diesmal geht es nach Südafrika. Für alle, die nicht bis zum nächsten Jahr warten wollen, gibt es in den nächsten Monaten die schon bekannten »Schreibwochenbücher«. Hier erzähle ich ein bisschen über das, was Captain Pieter Strauss, Nick Aquilina und natürlich Pauline und Ben in Südafrika in den nächsten Monaten erleben werden.

Jetzt berichte ich euch, was in KW 48 und 49 auf dem Papier geschah …

Worte:

10016

Was geschah:

Endlich können Pauline und Ben mit Profiler Nick Aquilina einen gemütlichen Abend in Simon’s Town in einem netten kleinen Restaurant mit Blick auf Bouldersbeach genießen … Aber natürlich sind nicht nur die Pinguine, auch der Mord Gesprächsthema …

Einen Tag später ging in die Townships von Kapstadt in eine Shebeen, eine illegale Kneipe bei selbstgebrauten Maisbier und mit zwielichtigen Typen …

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Was bedeutet reisen für mich?

Christian von travelography.de stellte diese Frage.
Und als Krimiautorin, deren Bücher in sonnigen Reiseländern spielen, fühlte ich mich sofort angesprochen.
Also, was bedeutet reisen für mich.
Kurzgesagt:

Reisen ist Inspiration

Schon in früheren Blogbeiträgen habe ich berichtet, wie ich auf Madeira
bei einem “Besuch von Funchal” durch die Gassen streife und auf den Spuren meiner Protagonisten Pauline und Ben wandele.
Ganz schnell vermischt sich dann in meinem Kopf die Fiktion mit der Wirklichkeit und neue
Geschichten entstehen. Ist das wirklich eine Brille? Oder kann ich daraus später ein Messer machen?

Fischhaendler in der Markthalle von Funchal

Meine Reisen sind auch der Grund, warum es Pauline zukünftig nicht an einem Ort
hält, auch Länder wie Malta, Südafrika oder Mauritius haben Geschichten zu erzählen. Mehr lesen

Mein Kulinarischer Urlaub

Mein Kulinarischer Urlaub

Schon vor einiger Zeit habe ich über die Küche auf Madeira geschrieben und was uns daran so fasziniert. Und dass das Essen auch für Pauline, der Heldin meiner Krimis, eine große Rolle spielt, wird der ein oder andere Leser schon bemerkt haben.
Das ist definitiv eine Eigenschaft, die sie von mir hat. Und die Neugier, Neues auf ihren Reisen auszuprobieren.
Inspiriert von dem Aufruf zur Blogparade Mein kulinarischer Urlaub von Yummytravel.de möchte ich heute das Thema noch vertiefen.
Anfangen möchte ich mit einer Spezialität, die wir auf unserer Reise nach Südafrika
kennengelernt haben:

Biltong

2009 - Sebastian von Kracht, Wiedergabe gemäß Creative-Commons-Lizenz
2009 – Sebastian von Kracht, Wiedergabe gemäß Creative-Commons-Lizenz

Biltong, klingt schon ziemlich exotisch, ist superlecker und ist leider so gut wie gar nicht in Deutschland zu bekommen.

Und was ist es? Luftgetrocknetes Rindfleisch oder Wildfleisch. Bei Wild reden wir natürlich dann von Kudus, Springbock, Strauss…
Geschmacklich variert es sehr stark durch das verwendete Fleisch und es ist aus meiner Sicht auch nur ganz bedingt mit dem hier teilweise erhältlichen Beef Jerky aus Amerika zu vergleichen.
Mittlerweile weiß ich, dass die besondere Gewürzmischung aus braunem Zucker, Salpeter, Koriander und Pfeffer besteht und diesen einzigartigen Geschmack noch unterstützt. Zugegeben, wie man auf dem Foto sieht, sieht es vielleicht für den ein oder anderen nicht so richtig appetitlich aus, aber der Geschmack… Von der Konsistenz kann es
teilweise sehr hart sein, vor allem Kudu, so dass man recht lange etwas von so einem Stück hat.
In Südafrika kann man das Biltong in speziellen Shops, aber auch im Supermarkt oder beim Metzger kaufen.
Also, mutig sein und probieren.

Lapas

Madeira-Lapas

Über die Spezialitäten auf Madeira habe ich mich ja bereits in meinem Blogbeitrag Küche auf Madeira ausgelassen und auch in meinem Krimi Mord auf der Levada geniesst Pauline reichlich davon.
Ich erinnere mich noch, als wir zum ersten Mal Lapas gegessen haben. Ganz mutig haben wir uns in einem netten kleinen Restaurant in der Rua Maria in Funchal eine Pfanne bestellt.
Noch brutzelnd und aromatisch nach Knoblauch und Olivenöl riechend wurde diese auf den Tisch zwischen uns gestellt.
Als wir dann jeder beherzt in die uns zugewandten Fuss der Napfmuschel picksten und die Schnecke aus der Schale lösten, schaute uns tatsächlich eine kleine Schnecke mit Fühlern an. Das war ein Moment, wo ich kurzzeitig überlegt, das Essen doch lieber sein zu lassen. Aber die Neugier siegte.
Und ich wurde mit einem Geschmack belohnt, der entfernt etwas an Tintenfisch erinnert, auch das Mundgefühl ist ähnlich. Aber es gibt noch leichte Beinoten von Meerwasser (aber zum Glück nicht so wie bei den von mir ehrlicherweise so gar nicht geschätzten Austern).
Dazu noch betreufelt mit frischer Zitrone, wir finden es einfach köstlich. Und seitdem gehört Lapas zu jedem Madeiraaufenthalt dazu, gerne auch mehrfach.

Maltesische Mezze

Malta Mezze

Wie der ein oder andere von Euch weiß, stürzt sich Pauline gerade auf Malta in ihr nächstes Abenteuer. Und kulinarisch wird es in den Malteser Morden auch wieder zugehen, soviel ist jetzt schon sicher.
Was uns an der Küche auf Malta vor allem gefiel, ist die Nähe zur arabischen Küche. Man merkt hier den Einfluss doch sehr stark.
Eines meiner Lieblingsgerichte ist daher auch die Maltesische Mezze. Gemischte Vorspeisen, die aber meistens nicht, wie in der arabischen Küche, in kleinen Schälchen präsentiert werden, sondern in einer großen Schale.

Und was findet man auf so einem Teller: eingelegten Oktopus, Bohnenmuss aus Saubohnen, maltesischen Ziegenkäse, Tomaten und vieles mehr.
Dazu wird eigentlich immer das köstliche Hobz biz-zejt gereicht, ein helles Sauerteigbrot. Gibt es immer frisch, oft noch ofenwarm.
So kann für mich fast jedes Abendessen auf Malta beginnen.